Wieder da

Über ein Jahr gab es hier nichts zu sehen. Außer einer Fehlermeldung.

Was war passiert?

Mein Blog (wie auch die „Partnerblogs“ TSG-Schmidt.de und Tanzen-Erft-Rur.de) waren auf einem privaten Server gespeichert. Der hatte einen Hardware-Defekt, der auch zum vollständigen Datenverlust führte. Es gab zwar Backups, aber nicht bei mir und ich hatte (und habe) keinen Zugriff darauf. War eben nicht mein Server, ich durfte ihn nur über all die Jahre mitnutzen.

Warum wieder da?

Zwar habe ich kein vollständiges Backup meiner Seite, aber immerhin habe ich mal ein Backup aller Inhalte gemacht. Und die sind jetzt wieder da 🙂 Mir lag der Blog doch noch ein wenig am Herzen, auch wenn sich hier kaum noch was bewegt. Darum gibts die Seite jetzt wieder online.

Was ist anders?

Einiges hat sich verändert. Ich habe nur ein Backup aller Textinhalte, darum fehlen einige Bilder und der Blog sieht komplett anders aus. Außerdem liegen jetzt alle Daten bei WordPress.com und nicht mehr auf einem privaten Server. Erkennt man auch an der URL. Zwar gibt es noch die alte Adresse blog.stfeder.de, aber das ist „nur“ noch eine Weiterleitung zu stfeder.wordpress.com.

Was wird aus TSG-Schmidt.de und Tanzen-Erft-Rur.de?

Leider nichts. Von beiden Seiten habe ich kein Backup. Und selbst wenn: beide Seiten waren so stark individualisiert, dass ich ohne eine eigene WordPress-Installation, also ohne eigenen kostenpflichtigen Webspace, kaum eine Chance hätte, die Seiten wiederherzustellen.

Wie gehts weiter?

Man wird sehen…

Advertisements

Neue Optik

Es wurde nochmal Zeit für eine neue Optik hier im Blog. Das alte Layout hat mir zwar sehr gut gefallen, aber es stand irgendwie in keinem Zusammenhang mit den Inhalten. Leicht verspielt, träumerisch…

Das neue, aufgeräumt-nüchterne Design im antibakteriellen Edelstahl-Look wird meinen Inhalten eher gerecht, oder?!

Apropos Inhalte: ich hoffe, das neue Design verbessert auch die Lesbarkeit der Beiträge ein wenig. Der alte Papierhintergrund war manchmal nicht ganz optimal. Ich weiß, in der Seitenleiste fällt das Lesen dafür schwerer als je zuvor, aber ich habe ja auch gerade erst angefangen…

Jetzt fehlt nur noch ein ansprechender Header. Mal sehen, wann ich dafür die Zeit (und Kreativität…) finde.

Das Urteil gegen Delfi – Das Ende der Meinungsfreiheit?

Vor kurzem gab es ein Urteil vom EuGH. Es betrifft ein estnisches Nachrichtenportal (Delfi1), auf dessen Seite beleidigende Kommentare veröffentlicht wurden.

Die FAZ leitet einen Online-Artikel2 dazu wie folgt ein:

Nutzerkommentare im Netz
Pöbeln gilt nicht!

Die Betreiber von Online-Portalen müssen aufpassen, wer was auf ihren Seiten schreibt und kommentiert. Sie werden für alles haftbar gemacht, auch für das Werk von Trollen. Das ist nicht neu, aber jetzt höchste europäische Rechtsprechung.

Spiegel.de3 titelt:

Europäischer Gerichtshof für Menschenrechte: Forenbetreiber haftet für Beleidigungen der Nutzer
Im Forum einer Nachrichtenseite wird jemand beleidigt und bedroht, die Posts werden kurz darauf entfernt. Doch der Mann verlangt auch noch Schadensersatz. Zu Recht, urteilte nun der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte.

Andere Portale [1,2,3,4] überschreiben ihre Artikel zum Fall sinngemäß:

Internetportal für Nutzer-Beleidigungen verantwortlich

Das klingt bedrohlich, besonders für kleine Blog-, Foren- und Seitenbetreiber. Dabei ist das Signal des Urteils4 meiner Meinung nach ein anderes.

Worum geht es?

Nicht um ein kleines Internetblog, sondern um eines der größten Nachrichtenportale in Estland, das in den Sprachen estnisch, lettisch und litauisch veröffentlicht. Es veröffentlicht 300 Artikel pro Tag.

Gegenstand sind klar rechtswidrige Kommentare. Also solche, bei denen nach Auffassung des EuGH auch ohne „linguistische oder juristische Analyse“ erkennbar ist, dass sie u.a. offen zu Gewalt aufrufen. Im Urteil heißt es dazu:

Moreover, […] the impugned comments in the present case […] mainly constituted hate speech and speech that directly advocated acts of violence. Thus, the establishment of their unlawful nature did not require any linguistic or legal analysis since the remarks were on their face manifestly unlawful.

Der bei Delfi zur Anwendung kommende automatische Kommentarefilter hätte hier eigentlich anschlagen können; hat aber offenbar versagt.

Nevertheless, and more importantly, the automatic word-based filter used by the applicant company failed to filter out odious hate speech and speech inciting violence posted by readers and thus limited its ability to expeditiously remove the offending comments.

Ebenso wie die ebenfalls auf der Seite eingesetzte Funktion, dass Nutzer unangemessene Beiträge melden können, damit diese dann ggf. gelöscht werden.

Die Kommentare waren 6 Wochen online, bevor Delfi sie entfernt hat.

The Court notes that as a consequence of this failure of the filtering mechanism, such clearly unlawful comments remained online for six weeks […].

Die Löschung erfolgte auf Hinweis des betroffenen Unternehmens. In anderen Fällen hat Delfi unpassende Kommentare wesentlich schneller und eigenständig entfernt. Eine grundsätzliche Kontrolle ist bei Delfi also vorhanden.

In addition, on some occasions the administrators removed inappropriate comments on their own initiative.

Was hat der EuGH entschieden?

Von einer großen Nachrichtenseite könne man erwarten, dass sie ihre Kommentare besser „im Griff“ hat. Erschwerend kommt hinzu, dass Delfi die Anzahl der Kommentare zu einem Artikel prominent unter dem Artikel platziert und der hier in Frage stehende Artikel überdurchschnittlich viele Kommentare erhalten hat.

All diese Faktoren zusammengenommen führen für den EuGH dazu, dass er eine Haftung von Delfi für die Kommentare bestätigt. Dazu hier die Schlussfolgerung des EuGH (Hervorhebungen von mir)

Based on the concrete assessment of the above aspects, taking into account the reasoning of the Supreme Court in the present case, in particular the extreme nature of the comments in question, the fact that the comments were posted in reaction to an article published by the applicant company on its professionally managed news portal run on a commercial basis, the insufficiency of the measures taken by the applicant company to remove without delay after publication comments amounting to hate speech and speech inciting violence and to ensure a realistic prospect of the authors of such comments being held liable, and the moderate sanction imposed on the applicant company, the Court finds that the domestic courts’ imposition of liability on the applicant company was based on relevant and sufficient grounds, having regard to the margin of appreciation afforded to the respondent State. Therefore, the measure did not constitute a disproportionate restriction on the applicant company’s right to freedom of expression.

Und die konkreten Folgen für Delfi?

Finally, turning to the question of what consequences resulted from the domestic proceedings for the applicant company, the Court notes that the company was obliged to pay the injured person the equivalent of EUR 320 in compensation for non-pecuniary damage.

Delfi muss zahlen. Und zwar 320,- €. Als Kompensation für den entstandenen nichtfinanziellen Schaden. Damit bestätigt der EuGH das Urteil der nationalen Vorinstanz, das nicht rechtskräftig geworden war.

Einordnung

Ich habe auf die Schnelle keine Umsatz- oder Gewinnzahlen für Delfi gefunden, aber 320,- € dürften für ein großes Nachrichtenportal keine spürbare Strafe sein. In der gesamten Urteilsbegründung wird wiederholt thematisiert, dass es sich um offensichtlich rechtswidrige Kommentare handelt, die auf einer großen Plattform mit kommerziellen Interessen und im direkten Kontext von redaktionell erstellten Beiträgen abgegeben wurden. Außerdem wird wiederholt auf die lange Zeit (6 Wochen) hingewiesen, die bis zum Entfernen der Kommentare vergangen ist.

Konsequenzen

Was ganz grundsätzlich diskutiert werden müsste ist die Frage, inwiefern eine Überwachung und Moderation in öffentlich geführte Debatten überhaupt zulässig und wünschenswert ist. Die Meinungsfreiheit ist ein hohes Gut und es muss immer darüber gestritten werden, wenn sie (wie möglicherweise im vorliegenden Fall) beschnitten werden soll. Vor diesem Hintergrund kann man das Urteil kritisieren.

Aber: konkrete Folgen wird das Urteil des EuGH aus meiner Sicht nicht haben. Es bezieht sich ganz ausdrücklich auf den sehr konkreten Einzelfall, auch unter Berücksichtigung des nationalen estnischen Rechts.

Ich sehe keinen Grund, warum ich mir als Betreiber eines kleinen Blogs Sorgen machen sollte. Ich und auch Big-Player wie Facebook können sogar etwas entspannter in die Zukunft blicken. Der EuGH sagt ziemlich explizit, dass er im Falle kleiner Webseiten und Plattformen ohne eigene Inhalte anders entscheiden würde.

116.  Accordingly, the case does not concern other fora on the Internet where third-party comments can be disseminated, for example an Internet discussion forum or a bulletin board where users can freely set out their ideas on any topics without the discussion being channelled by any input from the forum’s manager; or a social media platform where the platform provider does not offer any content and where the content provider may be a private person running the website or a blog as a hobby.

Etwas schade aus meiner Sicht ist, dass das Klagerisiko damit nicht deutlich gesunken ist. Trotz der Erklärungen des EuGH hat man natürlich abzuwarten, ob das Gericht in konkreten Fällen Wort hält.

Aber wie auch immer man es sieht: ich glaube, dass Ende der Meinungsfreiheit steht uns nicht bevor.

Und nur um nochmal kurz den Bogen zu den Medienberichten zu schlagen: Wenn Spiegel.de einen Artikel überschreibt mit: „Europäischer Gerichtshof für Menschenrechte: Forenbetreiber haftet für Beleidigungen der Nutzer“ , dann ist das falsch. Es geht hier eben genau nicht um Forenbetreiber.

____________________
[1] Delfi.ee
[2] Artikel bei FAZ.de: http://www.faz.net/aktuell/feuilleton/medien/europaeischer-gerichtshof-urteilt-zu-nutzerkommentaren-im-internet-13650527.html
[3] Artikel bei Spiegel.de: http://www.spiegel.de/netzwelt/netzpolitik/gerichtshof-urteilt-zu-beleidigungen-in-nutzerforen-a-1039058.html
[4] Urteil des EuGH: http://hudoc.echr.coe.int/sites/eng/pages/search.aspx?i=001-155105#{%22itemid%22:[%22001-155105%22]}

Entschuldigung

Einige von Euch werden sich vielleicht gefragt haben, ob ich eine neue Geldquelle aufgetan habe. Bei jedem Besuch meines Blogs über ein mobiles Endgerät wurde man zu irgendeiner Seite weitergeleitet. Leider nicht zum bildblog oder zum Sprachlog (damit hätte ich ja leben können…), sondern, wie sollte es auch anders sein, zu einer Porno Seite. Offenbar bin ich Hackeropfer geworden und habe es nicht gemerkt. Irgendwie ist es den Hackern gelungen, auf meinem Server mehrere Dateien zu platzieren (.htaccess), in denen Weiterleitungen hinterlegt waren. Da die Weiterleitung nur dann geschah, wenn man meine Seite per Smartphone oder Tablet besuchte, ist mir das nicht aufgefallen. Bis mich ein Besucher darauf hingewiesen hat. VIELEN DANK dafür!!

Es tut mir leid, falls jemand dieser Weiterleitung zum Opfer gefallen ist und bitte um Entschuldigung!

Geschwindigkeit

Es gab einige Klagen, meine Seite sei seit der Umstellung zu langsam geworden. Ich selber konnte das bei mir nicht reproduzieren. Unabhängige Messungen haben allerdings bei DSL 1500 und IE7 eine Ladezeit von über 30 Sekunden ermittelt. Das ist natürlich zu lange.

Ich habe die Seite jetzt ein bisschen optimiert und konnte die Ladezeit im Test um über die Hälfte verringern. Für einen Textlastigen Blog wie meinen sind 13 Sekunden zwar immer noch extrem lange, aber immerhin eine deutliche Verbesserung. Wie ist Eure Wahrnehmung? Ist die Seite bei Euch auch so erbärmlich langsam?

Warum eigentlich ein Relaunch?!

Warum eigentlich nicht? Was sprach für das alte Design? Es war zwar funktional, aber weder besonders individuell, noch schön.

Der Hauptgrund für die Umstellung ist, dass das neue Design im Hintergrund extrem viele Möglichkeiten bietet.  Ohne Programmierkenntnisse lässt sich fast alles anpassen. Ich kann hier auf der Seite leider nur einen kleinen Teil der Möglichkeiten nutzen. Aber für zwei oder drei andere Projekte ist das eine Riesenerleichterung. Wenn alles gut läuft, stell‘ ich die vielleicht Mitte des Jahres hier vor.

Und was gibts wirklich Neues?

Fast nichts! Es sieht eigentlich nur anders aus.

Das Zitat der Woche ist bis auf Weiteres verschwunden. Ich hätte zwar eine Idee, die ich gerne mal ausprobieren würde, aber die meisten erinnern sich ja noch daran, wie lang „meine“ Wochen in der letzten Zeit waren. Ich vermute, kaum einer wird das vermissen, oder?

Die einzige echte Neuerung ist die Integration einiger Social-Media-Dienste am Ende jedes Beitrags. Ich rechne nicht damit, dass die jemals genutzt werden, aber wirkt zumindest ziemlich „up-to-date“, nicht wahr?!

Ja, das wars dann schon. Für die Nostalgiker hier noch mal ein Screenshot des alten Design:

Das alte Blog-Design

edit 28.03.2011: kurz nach der Umstellung fand man den Hinweis darauf, wieviele Kommentare (Antworten) für einen Beitrag vorhanden sind oben rechts. In alter Tradition ist dieser Hinweis jetzt wieder nach unten links gewandert.

Was gibts eigentlich neues…

… im Blog?

Der ein oder andere hats bestimmt gemerkt: wenn man im Blog einen Link „berührt“, erscheint jetzt ein blaues Feld, anstelle dem Windows-standard-gelben. Habe ich übrigens nur geändert, damit ich drüber schreiben kann 😉

Außerdem kann man im Blog seit neuestem Wörter markieren und dann sofort im erscheinenden Menü bei google, Wikipedia oder OneRiot danach suchen. Naja, oder bei Twitter nach dem Wort suchen, um zu sehen, bei wem ich abgeschrieben habe, oder selber über ein bei mir gelesenes Wort twittern.

Ich bin vom Vorzug beider Funktionen noch nicht ganz überzeugt. Ich lass sie aber erst mal drin. Die Zeit wird zeigen, was draus wird…

Achja, weil keiner danach fragt: auf die neuste WordPress-Version bin ich in meiner Blog-Pause auch umgestiegen. Merkt man als Leser übrigens… nirgendwo 😕