H&M – da fühl‘ ich mich… willkommen?!

Ich weiß nicht warum, aber in den Geschäften von H&M fühle ich mich immer unwohl. Ich habe das immer hingenommen ohne drüber nachzudenken und die Geschäfte gemieden.

Neulich war ich im Zug unterwegs. Ich saß im Regionalexpress Richtung Düsseldorf in einer Dreier-Sitzgruppe nahe dem Ausgang. Der Zug war voll und irgendwann setzten sich zwei Leute zu mir. Ich saß neben der jungen Frau, ihr gegenüber saß ein ihr Bekannter. Sie unterhielten sich. Sie suchte einen (Neben)Job und er arbeitete bei H&M in Düsseldorf. Sie unterhielten sich über ihr gemeinsames Studienfach und irgendwann riet er ihr, sich einfach mal bei H&M zu bewerben. Sie sprachen ein bisschen über das Unternehmen und irgendwann sagte er:

Kunden sind das Schlimmste. Die mag ich gar nicht.

Wenn die dort viele solcher Angestellten haben, dann weiß ich jetzt zumindest, warum ich mich dort unwohl fühle.

Neulich Nacht

Es war zwischen 5 und 6 Uhr morgens und ich schlief in dieser heißen Sommernacht, als in dem großen Mietgebäude vier mal ein lauter Hilfeschrei zu hören waren gefolgt von einem lauten, massiven Klirren, das mich aus dem Schlaf riss. Meiner Einschätzung nach entweder das Klirren eines Stapels mit mindestens 10 Speisetellern oder das Einschlagen einer (Gebäude-)Fensterscheibe. Dann Ruhe. Der Schreck saß in allen Gliedern. Man konnte nicht genau zuordnen, ob die Schreie und das Klirren von drinnen oder draußen kamen. Es schien aber relativ nah zu sein.

Innerhalb der folgenden Minute wieder ein ebenso lautes, massives Klirren. Dann Ruhe. Alleine in dem Haus, in dem ich schlief waren mindestens zehn Parteien, die das Schreien, mindestens aber das Klirren ebenfalls gehört haben. Aber im ganzen Haus blieb es still. Wahrscheinlich Schockstarre, weil keiner wusste, was passiert war und ob man sich in Gefahr befindet. Dann hörte man jemanden vor dem Gebäude langgehen.

Innerhalb der nächsten 5 Minuten wieder ein Klirren, diesmal deutlich leiser. Und wieder Stille.

Im Zimmer liegt Parkettboden, der jeden Schritt mit einem deutlichen Knarzen quittiert. Die Balkontüre ist geöffnet. Liegenbleiben und warten? Gehen und riskieren gehört zu werden? Innerhalb von geschätzt zehn Minuten nach dem ersten Klirren bin ich im Kopf alle Optionen und aus Filmen bekannte Schreckensszenarien durchgegangen und wieder einigermaßen klar im Kopf. Es ist noch immer ruhig.

Ich stehe auf, verlasse das Zimmer mit der geöffneten Balkontüre. Der Boden knarzt. Ich habe mittlerweile mein Handy eingeschaltet und bin in einem Zimmer ohne nach außen offenes Fenster. Ich wähle die Nummer der Polizei. Ich schildere, was geschehen ist. Ich merke, dass meine Stimme leicht zittert. Noch bevor ich das dritte Klirren erwähnt habe unterbricht mich der Polizist.

Bis jetzt hat sich noch niemand sonst gemeldet. Eine Streife ist in der Nähe.

Das Gespräch ist beendet, ich gehe wieder ins Bett. Minuten später hört man abermals draußen jemanden gehen. Wenig später sieht man den Schein einer Taschenlampe und hört abermals eine Person. Ich erinnere mich, wie leicht man hier am Gebäude die Fassade raufklettern und die Balkone erreichen kann (Mainachterfahrungen). Ich entscheide mich, nachzusehen. Ich gehe auf den Balkon; ausgerüstet mit einer Blumenvase für langstielige Schnittblumen, die ich als zur Selbstverteidigung geeignet erkoren habe, aber in Wahrheit nur zu meiner psychologischen Beruhigung mitnehme.

Es ist dämmrig. Man kann weit sehen und ausreichend deutlich. Und ich sehe: niemanden. Ich schaue sehr genau. Der Wind hatte in einer der vorhergegangenen Nächte Bäume gegen das Haus geworfen, die jetzt hinter dem Haus lagen. Sie sorgten einerseits dafür, dass man deutlich hören konnte, dass es eine einzelne Person war, die dort gegangen war (oder mehrere mit deutlichem zeitlichen Abstand), andererseits dafür, dass man sich gut hätte verstecken können.

Ich blieb eine Weile, das Umfeld prüfend, auf dem Balkon, fand aber nichts Ungewöhnliches. Ich ging wieder ins Bett. In der verbleibenden Nacht wurde jedes Geräusch zum Schlafräuber.

Um 9 Uhr am morgen hörte man etwas, nachdem die ganze Nacht nichts besonderes zu hören war, das sich anhörte als trete jemand in Scherben. Ich ging sofort auf den Balkon. Die folgenden zwei Handlungsstränge liefen gleichzeitig ab:

1.
Eine männliche Person Anfang bis Mitte 20 sprinntet hinterm Haus entlang, springt über die im Weg liegenden Bäume und verschwindet in Richtung Park.

2.
Eine weitere männliche, für mich nicht sichtbare, Person telefoniert lautstark:

Schnell, der hat die ganze Wohnung verwüstet. [Adresse]. Hier liegt [ist] überall [??]. Der läuft gerade Richtung Park.


Fazit:

Ein Einbrecher, der in der Nacht einbricht, die Wohnung verwüstet und wartet, bis ein Bewohner zurückkommt? Wohl kaum. Die Story hinterm Ereignis bleibt im Dunkeln.

Wer hat vorher „Hilfe“ gerufen?

Scheinbar hat tatsächlich niemand außer mir die Polizei verständigt (bei mindestens 10 Parteien, die das hören konnten).

Zivilcourage scheint eine Utopie zu sein. Aber das wussten wir ja schon

T-Mobile Netzausfall

DAS es einen Netzausfall bei T-Mobile gegeben hat, haben mittlerweile wahrscheinlich sogar E-Plus Kunden bemerkt. Die Blamage ist durch die Medien ja recht präsent.

Ich als T-Mobile Kunde habe den Ausfall erst relativ spät bemerkt. Leider hat es noch länger gedauert, bis mir klar wurde, um was es sich handelte.

Nach einer Uni-Veranstaltung wollte ich eine SMS schreiben, um einen Treffpunkt mit einem Kommilitonen auszumachen. Aber mein Mobiltelefon konnte die SMS nicht versenden. Naja, nichts neues: ab und zu hat mein Mobiltelefon schon mal Probleme mit dem halten des Netzkontaktes. Also erst mal gefühlte 100x versucht die SMS abzuschicken. Danach ein Anrufversuch. Oft lässt es sich dann zum Verbindungsaufbau bewegen. Diesmal nicht. Also Flugmodus an. Und wieder aus. Siehe da: Netz 🙂 Senden geht trotzdem nicht 😦 noch mal mehrere SMS- und Anrufversuche. Natürlich ohne Erfolg. Noch mal Flugmodus an und aus. Wegen Erfolglosigkeit dieser Aktion nächster Schritt: Handy neu starten.

Hat schon mal jemand ein Windows mobile Handy neu gestartet? Ich sag Euch: mein Laptop ist auf jeden Fall schneller 😉 Und siehe da: Netz! Aber wieder tut sich nichts. Nach ein paar Neustarts entscheide ich mich den Akku zu entfernen. Mittlerweile ist eine Stunde vergangen. Auch Akku entfernen nützt nichts. Zwischendurch gibts immer mal wieder einen Funken Hoffnung, der jedesmal wieder jäh erlischt. Irgendwann gebe ich auf. In der nächsten Veranstaltung bitte ich eine Kommilitonin, mich mal anzurufen, denn mein Mobiltelefon zeigt Netzkontakt an, will aber nicht senden. Eine Frauenstimme vom Band lässt sie wissen, dass die Nummer nicht vergeben sei. Klingt für mich wie ein Netzfehler. Aber da mein Mobiltelefon wie gesagt des öfteren Netzprobleme hat, habe ich den Gedanken wieder verdrängt.

Am Ende der Veranstaltung mache ich mich auf den Weg nach Hause. Natürlich funktioniert mein Telefon noch immer nicht. Ich entschließe mich, noch mal den Akku zu entfernen und erst zu Hause wieder einzusetzen. Zu Hause angekommen gehe ich erst mal ins Internet um zu schauen, was für Nachfolgemodelle in Frage kommen könnten. Aber als ich dann den Akku wieder einsetzte, findet mein Mobiltelefon nicht nur ein Netz (das tat es ja auch schon vorher ab und zu), sondern kann sogar anrufen und angerufen werden! Das ist um 19.00 Uhr. Klar ist, dass ein neues Telefon trotzdem fällig ist, denn ein so unzuverlässiges Telefon ist genauso wenig wert, wie gar keins. Also setze ich mich noch mal an den PC und schaue mich nach einem möglichen Nachfolger um.

Um 20.30 Uhr tätige ich meinen ersten Anruf.

Ach, Du kannst anrufen?? Im Fernsehen erzählen die schon die ganze Zeit, dass das Netz von T-Mobile im Moment deutschlandweit zusammengebrochen sei.

Euromünzen

Das man bei den Euromünzen gelegentlich über das eine oder andere Symbol auf der Rückseite stolpert, gehört ja fast zum Alltag. Mir erst kürzlich beim einkaufen passiert. Nicht nur das die Münze noch glänzte, als sei sie neu, sie hatte auch ein sehr merkwürdiges Bild.

Weder besonders schön noch spontan sinnvoll für mich… Ideen? Weiterlesen »

Neulich bei…

der Gebrauchtwagenmafia dem Gebrauchtwagenhändlers meines Vertrauens:

§ 444 Haftungsausschluss
Auf eine Vereinbarung, durch welche die Rechte des Käufers wegen eines Mangels ausgeschlossen oder beschränkt werden, kann sich der Verkäufer nicht berufen, soweit er den Mangel arglistig verschwiegen oder eine Garantie für die Beschaffenheit der Sache übernommen hat.

§ 475 Abweichende Vereinbarungen
(1) Auf eine vor Mitteilung eines Mangels an den Unternehmer getroffene Vereinbarung, die zum Nachteil des Verbrauchers von den §§ 433 bis 435, 437, 439 bis 443 sowie von den Vorschriften dieses Untertitels abweicht, kann der Unternehmer sich nicht berufen. Die in Satz 1 bezeichneten Vorschriften finden auch Anwendung, wenn sie durch anderweitige Gestaltungen umgangen werden.
[…]

Um herauszufinden, was mein Auto noch wert ist und wie der Gebrauchtwagenmarkt zur Zeit so aussieht, bin ich am Wochenende beim größten mir bekannten Gebrauchtwagenhändler der Region vorbeigefahren und habe mir sein Angebot angesehen. Im Anschluss habe ich mit jemanden gesprochen, der mir mit „der Chef kommt gleich“ angekündigt wurde.

Nach einem (enttäuschenden) Angebot für mein Auto haben wir kurz über in Frage kommende Nachfolger für mein Fahrzeug gesprochen und er stellte mir u.a. ein Auto mit Gasanlage vor. Schon vorher sprachen wir kurz über eine optional erhältliche Gebrauchtwagengarantie, daher wies er mich darauf hin, dass die Gasanlage von dieser Garantie nicht abgedeckt werde. Hier machte ich dann den Fehler zu behaupten, dass sei mir egal, denn das erste halbe Jahr hätten sie ja sowieso eine Gewährleistungspflicht1, und danach, meinte ich scherzend, würde schon nichts mehr passieren 😉 Daraufhin „Der Chef“:

Ja, aber davon sind Zusatzteile wie eben auch diese Gasanlage ausgeschlossen.2

Da mir der Wagen eh zu teuer war, hätte ich einfach „Ok“ sagen sollen. Aber ich entschloss mich dazu zu antworten:

Naja, von der Garantie können Sie ja ausschließen was Sie wollen, die Gewährleistung ist gestzlich geregelt, davon können Sie als Händler nichts ausschließen.

Der Chef:

Doch, die Gewährleistung erstreckt sich ja nicht auf nachträgliche eingebaute Teile.3

Ich:

Aber Sie als Händler müssen ja die gesetzliche Gewährleistung auf alle Teile, die Sie verkaufen gewähren. Die können Sie gegenüber dem Verbraucher nicht ausschließen.

Der Chef:

Ja, aber die Gasanlage wird davon nicht abgedeckt.

Ich:

Ist ja jetzt auch egal, Sie sind gesetzlich dazu verpflichtet und können sich auch den Kopf stellen, Gewährleistung, nicht natürlich Garantie, müssen Sie schon geben. Auch für die Gasanlage. Aber lassen wir das, ist ja nicht nötig, dass wir uns deswegen jetzt schon in die Haare bekommen 😉

Der Chef:

Ja, genau. Aber lesen Sie das ruhig noch mal nach. Sie haben da was falsch im Kopf.

Wieder eine Stelle, an der ich einfach hätte „Ok“ sagen sollen, stattdessen:

Ich brauch das nicht nachzulesen! Ich habe das studiert!

Ok, nicht „studiert“ im eigentlichen Sinne, eher „gepaukt“ als Vorbereitung auf meine Abschlussprüfung. Trotzdem konnte „Der Chef“ das natürlich nicht auf sich sitzen lassen und meinte:

Aber Theorie und Praxis fallen ja immer etwas auseinander.

Jetzt endlich konnte ich mich damit abfinden, dass er von seiner Meinung genausowenig ablässt wie ich von meiner und ging. Zum Abschluss fielen beiderseits noch ein paar versöhnliche Worte, aber der Eifler Gebrauchtwagenmarkt ist für mich in dem Moment um die Hälfte geschrumpft.

„Theorie und Praxis fallen auseinander“?! Im Zweifelsfall Gewährleistungsfall kann man sich also dann, vorausgesetzt der Mensch war tatsächlich DER Chef, auf einen tollen Rechtsstreit mit einem großen Autohändler freuen…

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1 Ich bezog mich auf den Zeitraum der gesetzlichen Gewährleistung mit der zu Gunsten des Verbrauchers geänderten Beweislast gemäß 476 BGB, was ich im Gespräch auch deutlich gemacht habe (alledings ohne Paragraphenangabe 😉 )
2 Es handelt sich hier nicht um wörtliche, sondern um „Gedächtniszitate“
3 Der Verdacht, dass „Der Chef“ den Unterschied zwischen Garantie und Gewährleistung nicht kennt liegt nahe und ich kann diese Peinlichkeit Vermutung nicht sicher ausschließen, vermute aber auf Grund des vorangegangen Gespräches, dass er den Unterschied kennt…

Weihnachtsmarkt

So kurz vor Weihnachten ist ja es nahezu unmöglich, den regionalen Weihnachtsmärkten zu entgehen, zumal mit dem Markt in Aachen und Monschau auch zwei Überregional bekannte Märkte leicht zu erreichen sind. Nachdem ich Monschau allerdings vor ein paar Jahren zweimal zur Weihnachtszeit besucht habe, weiß ich: es lohnt sich nicht! Vor lauter Menschen ist gehen kaum möglich und vom Altstadtflair ist wenig zu spüren. Anders in Aachen, zumindest in der Woche. Da ich wegen der Uni sowieso in unmittelbarer Umgebung bin, ist ein Besuch dort schon fast obligatorisch und auch angenehm.

Aber in der Nähe gibt es noch einen recht bekannten Weihnachtsmarkt und zwar den größten unterirdischen Weihnachtsmarkt Europas in Valkenburg. Es ist ein paar Jahre her, seit ich das letzte mal da war und ich hatte ihn eigentlich in keiner so guter Erinnerung. Weder den Markt, noch den Ort. Aber auch Weihnachtmärkte haben eine zweite Chance verdient, also haben wir uns um Sonntag Nachmittag auf den Weg nach Valkenburg gemacht.

Weil ich die falsche Abfahrt erwischt habe, sind wir das letzte Stück über Land gefahren und haben den ersten größeren Parkplatz in Valkenburg ausgewählt, ohne zu wissen, wie groß der Ort ist und wo die Grotte liegt. Und dann schon die erste Panne: Kein Geld für den Parkscheinautomaten. Und deutsche Geldkarten akzeptiert er nicht (ich glaube, meine wäre eh nicht geladen gewesen…). Also Passanten anquatschen. Viel los ist nicht. Spricht natürlich dafür, dass wir weit vom Markt entfernt sind, denn eigentlich sollte hier Sonntags die Hölle los sein. Die ersten Passanten haben leider auch kein Kleingeld. Dafür aber ein Tagesticket. Da sie gerade Abfahren wollen, reichen sie es an uns weiter und wir sparen ca. 3,50 Euro 🙂 Also auf zum Markt. Oh, meint einer der Passanten, da sei eine lange Schlange, sie hätten sich erst gar nicht angestellt.

Aber wir sind ja Optimisten. Ausgeschildert ist hier noch nichts, also laufen wir erst mal ziellos, aber wie sich rausstellte auf dem schnellsten Weg zur Grotte, durch Valkenburg. Valkenburg selbst ist entgegen meiner Erinnerung schon einen Besuch wert! Dann die Schlange vor der Grotte: sehr übersichtlich. Maximal 5 Minuten Wartezeit. Eintritt 3,75 Euro. Kurz bevor ich an der Reihe bin, um die Karten zu erwerben, drängt sich eine Frau mit einem Zettel in der Hand neben mich, fängt an Niederländisch zu reden und will mir den Zettel aufdrängen. Mehr als blöd dreinblicken konnte ich glaube ich in dem Moment nicht und erst als die Frau wieder ging und ich den Zettel sah merkte ich: sie hat uns gerade eine Karte geschenkt 🙂 Noch mal 3,75 Euro gespart 🙂 Ein toller Tag. Und der unterirdische Weihnachtmarkt ist die Fahrt (und auch den Eintritt) auf jeden Fall wert! Die Grotten selbst sind zwar nicht besonders sehenswert und der Weihnachtsmarkt teilweise ziemlich kommerziell ausgerichtet (mit Klamottenläden/CD-Läden etc.), aber die Atmosphäre ist super! Und auch überraschend groß.

Also: jeder der noch einen Tag bis Weihnachten frei hat: Valkenburg lohnt sich auf jeden Fall! Infos zum Markt gibts hier und hier die Routenbeschreibung via google maps. Für diese Werbung bekomme ich übrigens keine Gegenleistung 😉

Familienausflug

Neulich war ich mit dem Auto auf dem Weg nach Aachen. Im Nachbarort treffe ich eine Familie, die mit ihrem Auto unterwegs ist. Vater, Mutter und ca. 14-jährige Tochter.

Also „mit ihrem Auto unterwegs“ ist vielleicht ein bisschen irreführend. Inhaltlich zwar richtig, suggeriert das natürlich, die drei würden in dem Auto sitzend mit ihm fahren. Das trifft es nicht ganz. Das Auto stand quer auf einer Hälfte der Straße vor einer Kurve. Scheinbar gerade aus der Einfahrt gerollt. Und offensichtlich fährt es jetzt nicht mehr. Und die Familie versucht mit vereinten Kräften, das Auto den leichten Hügel hinauf zurück in die Einfahrt zu schieben. Ich halte an, will helfen. Man(n) winkt mich zurück. Ich will wieder in mein Auto zurück, da versagen die Kräfte der Schiebenden und ich laufe, jetzt entschlossen, zu dem Fahrzeug, und helfe, es zurück in die Einfahrt zu schieben.

Das war nicht nur wegen des Hügels eine echte Herausforderung, es war gleichsam eine, weil ich zusammen mit dem 14-jährigen Mädchen (die einzige, die kurz mit mir sprach) und der Mutter schieben musste, während der Vater im Auto saß und lenkte.

Nachdem wir das Fahrzeug ein gutes Stück in die Einfahrt geschoben hatten, bedeutete man mir, ich könne jetzt gehen und rief mir noch ein „Danke“ hinterher. Als ich mit meinem Auto an der Einfahrt vorbei weiter meinen Weg fuhr, sah ich, wie sich Mutter und Kind weiter mit dem Auto mühten, um es noch weiter in die (immer noch ansteigend verlaufende) Einfahrt zu schieben.

Nichts spricht gegen die Annahme, dass der Vater ein gebrochenes Bein hatte und deswegen nicht schieben konnte oder ihn andere Dinge dazu brachten, im Auto sitzen zu bleiben! Vorschnelle Schlüsse oder Veruteilungen sind hier sicherlich fehl am Platz, aber ein Schmuzeln (oder auch ein Kopfschütteln) wegen des naheliegenden Gedanken mag trotzdem erlaubt sein 🙂

Mal wieder Busfahren

Ich glaube, ich fahr‘ mal öfter Bus 🙂 Bis jetzt ist nach jeder meiner Busfahrten zwischen Aachen und Eifel ein Blogbeitrag entstanden. So auch dieses mal. Aber um die Schadenfreude zu zerstören: ich bin diesmal gut angekommen und es gab für mich persönlich weder Probleme noch Rückschläge auf der Fahrt.

Dafür durfte ich einem Holländer dabei zusehen, wie er sein Auto um diese Kuve lenkte:

Klingt erst mal nicht sooo interessant. Wäre es auch vielleicht nicht geworden. Aber scheinbar wollte der Fahrer einfach zu schnell links abbiegen. Vielleicht war die Ampel schon (fast) rot?! Er kam mit relativ hoher Geschwindigkeit aus der Straße, an deren Ende das „B“ abgebildet ist und traf dann, auf feuchter Fahrbahn mit wenig verminderter Geschwindigkeit (ungefähr an der Stelle, an der auf dem Satellitenbild mittig rechts das silberne Auto steht) ein parkendes Fahrzeug. Sah ziemlich nach Totalschaden aus. Ich schätze, der Fahrer hätte seine Airbags zu sehen bekommen, aber sein Auto hatte wahrscheinlich keine. War schon älter. Wie es weiter gegangen ist, kann ich nicht sagen. Mein Bus fuhr weiter.

Vollidiot – oder was?

Tagebücher sind ja meistens eine sehr persönliche, oft intime Angelegenheit. Eine Ausnahme hiervon ist Lukas Tagebuch auf 1live. Im Radio sind die Episoden der Comedyserie ein absoluter Hit und 1live hat schon vor einem Jahr entschieden, Lukas Tagebuch live lesen zu lassen. Was? Ihr kennt Lukas Tagebuch nicht? Dann hier eine Hörprobe:

So weit so witzig. Aber kann es lustig sein, sich das eineinhalb Stunden live anzuhören? Vor kurzem war „Lukas Auswärtsspiel“ in Krefeld und wir haben uns entschieden, es zu probieren.

Eintrittskarte zu Lukas Auswärtsspiel in Krefeld 2008

Soweit ich weiß waren bis jetzt immer alle Auswärtsspiele von Lukas ausverkauft. Angesichts der Raumgröße ist das nicht weiter verwunderlich. Unsere Aula an der Schule war größer. In Sachen Sitzqualität ist die Aula der Kulturfabrik sogar überlegen: Polster gibts keine. Trotzdem konnte man gut sitzen und wir hatten einen Platz in der horizontalen und vertikalen Mitte des Raumes ergattert, von dem aus man dem Geschehen auf der Bühne gut folgen konnte.

Wir wurden nicht enttäuscht: es machte die ganze Sache fast noch witziger, wenn man sah und höhrte, wie ein Mann, der normalerweise mit einer sympatischen, warmen Stimme spricht, von einer Sekunde auf die andere zur Lukas-Comedystimme switchen kann. Geboten wurden teilweise bekannte Episoden aus dem Radio, einige Videotagebücher, einige Gags, die mit Lukas überhaupt nichts zu tun hatten (die allerdings größtenteils auch nicht witzig waren) und unterhaltsame Einspieler zum Beginn und zum Ende jeder Halbzeit. Die Veranstaltung dauerte genau ein Fußballspiel lang: 45 Minuten 1. Halbzeit, 15 Minuten Pause, 45 Minuten 2. Halbzeit.

Mein Fazit: Für 15,55 Euro kann man zwei mal ins Kino und zwei Filme sehen, von denen jeder einzelne länger dauert als Lukas Auswärtsspiel und wenn man ganz viel Glück hat, erwischt man vielleicht sogar zwei Filme, die genauso viel zu lachen bieten, wie Lukas. Ich selber kann mich nicht daran erinnern, wann ich das letzte mal im Kino so gelacht habe. Lukas lohnt sich auf jeden Fall! Vor allem kann man vorher schon abschätzen, ob es einem persönlich gefallen wird: Gefällt einem die Radiocomedy, gefällt einem wahrscheinlich das Auswärtsspiel noch besser! Ich habe lange nicht mehr so gelacht!!

Kleiner Wehrmutstropfen: Die Zugfahrt kostete uns pro Fahrt noch mal um die 6 Euro. Wirklich günstig wars in Summe also nicht…