Evaluationsergebnisse der Schülergruppe

Ich war lange unsicher, ob ich eine Evaluation in den Klassen machen soll und habe mich zunächst dagegen entschieden. Erst am Abend vor der letzten Stunde änderte ich meine Entscheidung. Immerhin bietet sich hier die seltene Gelegenheit Tanzschüler zu befragen, die in einem höheren Maße fremdbestimmt am Tanzunterricht teilnehmen, als in Tanzschulen/-vereinen üblich.

Die in der Nacht zusammengestellten Fragebögen sehen wie folgt aus:

FragebogenDie Zahl der Teilnehmer lag bei ungefähr 30 Personen. Die Schüler haben die Bögen von mir am Ende der letzten Stunde erhalten und unbeobachtet von mir oder einer Lehrperson in der Umkleidekabine ausgefüllt. Die Rückgabe erfolgte ebenfalls für die meisten Schüler ohne dass ich es sehen konnte im Ausgangsbereich der Turnhalle. 22 Fragebögen kamen zurück.

Zwar ist die Gut/Schlecht-Dichotomie nicht für alle Items ideal, aber zur besseren Übersicht habe ich in der grafischen/tabellarischen Auswertung die höheren („besseren“) Werte grün, die niedrigeren („schlechteren“) rot markiert (auf der Skala von 1 bis 4). Eine Ausnahme stellt das „mehr Tänze“-Item dar. Dort ist die Markierung umgekehrt, weil hier eine größere Zustimmung zur Aussage auf eine schlechte Planung durch mich hindeutet.

Die letzten beiden Spalten ergeben sich aus den Freitextfelder. Innerhalb dieser Felder wurde sehr häufig der Partnerwechsel thematisiert, daher habe ich hierfür eine Spalte eingefügt. Dort sind positive Nennungen zum Partnerwechsel mit einem grünen Haken, negative mit einem Kreuz und neutrale mit einem einem Strich markiert. Das Lernen in Reihen schien mir bei der ersten Durchsicht ebenfalls häufig Thema zu sein, wurde aber doch nur von vier Teilnehmern thematisiert

Hier das Ergebnis:

Evaluationsergebnis

edit 11.02.2014: Mir sind gerade fünf Feedbackbögen in die Hände gefallen, die ich in der Auswertung nicht berücksichtigt habe. Außerdem habe ich einen Fehler in der abgebildeten Tabelle gemacht. Zur Berechnung der statistischen Werte habe ich nur 17 der ursprünglich 22 Werte berücksichtigt. Unter Berücksichtigung aller Werte, also auch der in der obigen Tabelle noch fehlenden Werte, ändern sich die Mittelwerte um maximal 0,1 die Modalwerte bleiben gleich. Einzige Ausnahme ist das Item „mehr Tänze“. Hier ändert sich der Modalwert auf 2 und und der Durchschnitt auf 2,5. Wenn ich die Zeit finde, werde ich diesen Artikel entsprechend aktualisieren…

Das es der Mehrzahl der Schüler Spaß gemacht hat, konnte man während der Stunden erleben, jedoch hätte ich nicht erwartet, dass es keinen einzigen Ausreißer gibt und dass alle die maximale Ausprägung wählen würden. Alleine dieses Item zeigt: die Aktion war ein Erfolg 🙂

Ähnlich positiv ist auch die Reaktion auf die Aussage mit mehr Stunden zu werten. Die meisten hätten sich durchaus vorstellen können, die Unterrichtsreihe etwas weiter auszudehnen, was ich als positives Feedback werte. Scheinbar konnte ich zumindest soviel Begeisterung wecken oder aufrechterhalten, dass nicht alle froh waren, dass es zu Ende ist 🙂 In Hinblick auf die Planung der Reihendauer, auf die ich keinen Einfluss hatte, ist das natürlich eher ein schlechter Indikator, denn aus Sicht der Schülermehrheit war die Unterrichtsreihe eher zu kurz.

Thema Musik… Was soll ich hierzu sagen? Ich hätte es mir ein bisschen besser gewünscht, denn für die Musikauswahl ging in der Vorbereitung die meiste Zeit drauf, aber andererseits: nur einer fands richtig schlecht. Was will man mehr?

Das Item mit dem Tanzlehrer hat mir als einziges ein bisschen Angst gemacht. Für mich war das eine vollkommen neue Umgebung und Situation. Umso erleichterter und glücklicher bin ich, dass es hier keine Ausreißer gibt und die Mehrzahl sehr zufrieden war und die übrigen 18% zumindest auch eher positiv gestimmt waren. Puh!

Bei allen vergangenen Umfragen am kontroversten sind die Items, die sich mit dem Pensum beschäftigen. So auch hier. Ich habe es in der Auswertung mal als schlecht bewertet, wenn jemand mehr Tänze gewollt hat, denn die Inhalte zu Planen war meine Aufgabe. Man kann es sich natürlich auch leicht schön reden, indem man sagt: die waren so zufrieden, dass sie gerne mehr gemacht hätten. Wie schon in den letzten Umfragen ist das hier wieder ein bisschen unklar (soviel zu „aus Fehlern lernt man“…). Der Mittelwert liegt hier bei 2,7, also nahe am theoretischen Mittelwert von 2,5. Geht man davon aus, dass alle das Item gleich interpretiert haben, ist das ein sehr gutes Ergebnis! Ich habe scheinbar genau den Mittelweg zwischen zuviel und zuwenig beschritten und so den bestmöglichen Kompromiss erreicht 🙂

Wie das letzte Item zu bewerten ist, weiß ich ehrlich gesagt nicht, aber ich freue mich über die eindeutige Empfehlung für die nachfolgenden 9er Klassen 🙂

Die folgenden zwei Spalten schematisieren die zwei häufigsten Nennungen innerhalb der Freitextfelder. Sehr häufig (bei 73% der Bögen) wurde der Partnerwechsel thematisiert. In keiner der Klassen habe ich in einer so hohen Frequenz Partnerwechsel durchgeführt. Ich hatte den Eindruck, die Mehrheit wünsche das. Gefährlich bei diesen Eindrücken ist, und dessen war ich mir bewusst, dass immer die Gefahr besteht, dass ich eine laute Minderheit als Mehrheit annehme. Das Evaluationsergebniss legt jedoch nahe, dass sowohl der Partnerwechsel an sich, als auch die hohe Frequenz durchaus in Ordnung waren. Interessant ist, dass dies tatsächlich ein sehr wichtiges Thema für die Teilnehmer zu sein scheint.

Das Üben von Schrittfolgen in der Reihe ohne Partner (eine Methode, von der ich schon immer ein sehr großer Fan war) ist von immerhin vier Personen positiv erwähnt worden.

Am interessantesten seien die Freitextfelder, hört man häufig von Menschen, die Fragebögen auswerten. Abgesehen davon, dass das oft auch für schlechte Fragebögen spricht, ist es natürlich wirklich interessant zu sehen, was thematisiert wird, ohne das es dazu einen Trigger innerhalb des Fragebogens gibt. Hier, ohne weiteren Kommentar meinerseits, die Inhalte der Freitextfelder:

Freitextfelder

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Tanzen mal anders

Ein paar glückliche Zufälle haben dazu geführt, dass ich einen jeweils vierwöchigen Tanzkurs mit drei 9er Klassen durchführen konnte. Der Kurs fand im Rahmen des regulären Sportunterrichts statt und dauerte knapp 90 Minuten pro Einheit.

Ich kann nicht behaupten, dass mir aus allen Klassen spontan Begeisterung entgegensprang, als ich jeweils das erste mal vor den Teilnehmern stand. Einige Schüler gaben mir anfangs deutlich zu verstehen, dass sie keine Lust auf Paartanzen haben.

Aha. Und? Interessiert mich nicht.

bekam ich von einem Schüler zu hören, als ich ihn ziemlich zu Anfang korrigierte.

Spannend war miterleben zu dürfen, wie schnell die Stimmung kippte – ins Positive! Zu behaupten, am Ende der vier Einheiten seien alle Teilnehmer tanzbegeistert gewesen, wäre wohl übertrieben. Aber zumindest die offene, aggressive Ablehnung verschwand schon innerhalb der jeweils ersten halben Stunde vollständig. Vom Eindruck her würde ich sagen, dass sich zwar nicht alle auf die Paartanzstunden gefreut haben, aber immerhin die meisten während der Stunden Spaß gehabt haben.

Für mich war das das erste mal, dass ich im Rahmen des regulären Schulsports Tanzunterricht geben durfte. Meine Highlights:

  • Die meiste Zeit im Rahmen der Vorbereitung beanspruchte die Auswahl der Musik. Während der Kurse gab es vereinzelt Musikwünsche, die ich nicht alle erfüllen konnte. Zwischen den drei Klassen gab es nur einen offenkundigen gemeinsamen Nenner in Bezug auf die Musik: Helene Fischer. Ich habe den Eindruck, die Schüler kennen deren komplette Diskografie. Sowohl die erfolgreichen Singles („Von hier bis unendlich“), die aktuelle Single („Atemlos durch die Nacht“) sowie die soweit ich weiß weniger bekannten Lieder („Das Karussell in meinem Bauch“) waren den Schülern bestens bekannt. Ich kannte sie bis dahin nicht.
  • Es gab am Anfang eine Gruppe Jungs, die nicht am Tanzunterricht teilnehmen wollte. Angesichts der wenig attraktiven Alternative (Gymnastiktanz) waren sie dann aber doch dabei. Und das mit gutem Erfolg! Größtenteils gehörten die Skeptiker am Ende zu den souveränen Tänzern.
  • Die Akustik in der Sporthalle war unterirdisch. Bei ca. 30 Schülern war es nahezu unmöglich in normaler Lautstärke zu sprechen. Das lag allerdings nur zum Teil an den Teilnehmern: Selbst wenn nur zwei bis vier Menschen in der Halle zurückhaltend miteinander reden sorgt das schon für einen derart hohen Grundpegel, dass normales Sprechen keine Chance mehr hat. Zum Glück habe ich eine robuste Stimme…
    BTW: wer plant eigentlich Schulsporthallen?!
  • Ich habe mich am Ende mit einigen Lehrern über mögliche Bewertungen unterhalten. Im Rahmen eines Turnierwettkampfes wäre eine Bewertung der Gruppen problemlos möglich gewesen, denn dort wird das gesamte Teilnehmerfeld vergleichend bewertet. Der innerhalb der Gruppe am besten tanzende landet vorne, der zweitbeste auf dem zweiten Platz usw.
    Schulnoten sollen zwar auch einen Vergleich ermöglichen, jedoch nicht nur innerhalb einer einzelnen Klasse, sondern über die gesamte Population hinweg (zumindest aber innerhalb eines Jahrgangs und Bundeslands). Maßstab ist hier nicht die Gruppe, sondern vorher festgelegte Kriterien, die auch die Motivation/Leistungsbereitschaft der Schüler umfassen.
    Vor diesem Hintergrund war die Bewertung der Leistungen extrem schwer. Es gab keine „Totalausfälle“. (Fast) Alle Teilnehmer waren sehr engagiert und auch die Ergebnisse waren durchweg in Ordnung. In Summe war die Leistung in allen Klassen recht homogen auf hohem Niveau.
    Wie die Lehrer das gelöst haben, ist mir nicht bekannt. Im Zweifelsfall wird wohl (fast) jeder Schüler eine eins bekommen haben…

Zum Abschluss der Unterrichtsreihe habe ich in einer Klasse Evaluationsbögen ausgegeben. Die Auswertung werde ich in Kürze vorstellen…

2. Workshop

Vor kurzem habe ich hier schonmal eine Workshopevaluation vorgestellt. Und jetzt gab es wieder einen von uns geleiteten Workshop mit dem Thema „Wiener Walzer“. Während der letzte Workshop eine Ganztagesveranstaltung war, dauerte dieser nur 90 Minuten.

Zur Evaluation haben wir den gleichen Bogen genutzt wie beim letzten mal, jedoch ohne Abfrage des Geschlechts, da es beim letzten Mal nur geringe Korrelationen zwischen Geschlecht und Antwortverhalten gab. Die Beschreibung des Bogens und die Kritik daran steht bereits in der früheren Auswertung. Zur Erinnerung: bei manchen Items ist die Ausprägung „4“ die „beste“, bei anderen die Ausprägung „1“. Zur besseren Orientierung sind die Ergebnisse eingefärbt, so dass erkennbar ist, welche die aus unserer Sicht erstrebenswerte Ausprägung ist.

Im aktuellen Workshop hatten wir ca. 20 Paare und wir haben 17 Fragebögen zurückerhalten (65 beim letzten Mal).

Vergleich der Workshopevaluationen

Insgesamt ist das Ergebnis des zweiten Workshops ähnlich positiv, wie das des ersten.

Auffallend ist der gestiegene Anteil der Teilnehmer, die gerne mehr gelernt hätten. Nur in diesem Punkt unterscheiden sich die Modalwerte der beiden Evaluationen. Wir haben in der Auswertung als Erstrebenswert erachtet, dass die Teilnehmer NICHT mehr lernen wollten, weil das ein Hinweis darauf wäre, dass die Konzeption des Workshops am ehesten die Erwartungen der Teilnehmer erfüllt hat. Jedoch ist natürlich unklar, ob hinter der Angabe, mehr lernen zu wollen nicht der positive Hinweis steckt, dass die Inhalte so interessant waren, dass gerne mehr dazu gehört worden wäre, ohne damit jedoch zu implizieren, dass „zu wenig“ gelernt wurde. Insbesondere in Hinblick darauf, dass es der Mehrheit weder zu langsam noch zu schnell ging, könnte hinter dieser Angabe der Wunsch zu stecken, die Workshopzeit entweder zu verlängern (das wurde von 2 Teilnehmern im Freitext geäußert) oder einen weiteren Workshop anzubieten.

Ich sollte wohl beim nächsten Mal, auch wenn dann die Vergleichbarkeit leidet, dieses Item überarbeiten. Mal schauen, ob dann auch hier alles im grünen Bereich landen wird 😉

Workshop-Evaluation

Am vergangenen Wochenende habe ich zusammen mit meiner Partnerin zum ersten Mal einen ganztätigen Standardworkshop gestaltet.

Zusammen mit zwei weiteren Trainerpaaren haben wir einen Workshoptag angeboten, an dem parallel Standard-, Latein- und Discofox-Training stattfand. Jedes Trainerpaar war für einen Bereich zuständig. Jeder Teilnehmer musste sich für einen Bereich entscheiden, konnte aber immer zwischen den Trainingseinheiten den Bereich wechseln. Das Angebot richtete sich ausdrücklich nicht an Turnierpaare, sondern an ambitionierte Hobbytänzer („Breitensportpaare“). Der Workshop begann um 9 Uhr und über den Tag verteilt fanden vier Trainingseinheiten von jeweils etwas über 60 Minuten statt. Es gab eine Mittags- und eine Kaffepause.

Die erste Einheit war insgesamt mit „Haltung“ überschrieben, die zweite mit „Technik“, in der dritten wurden „Haltung & Technik“ thematisiert und in der vierten wurde eine neue „Figur“ unterrichtet. Im Standardbereich konnten wir diesen Plan hervorragend umsetzen. Im Discofox- und Lateinbereich erwies sich die Differenzierung zwischen Haltung und Technik als nicht so sinnvoll.

Am Rande gab es ein paar leichtere Pannen in der Organisation, die aber kaum der Rede wert waren. Das direkte, spontane Feedback war durchweg positiv. Negative Kritik gab es nur für die zu große Teilnehmerzahl.

Da es für meine Partnerin und mich der erste derartige Workshop war, haben wir und im Vorfeld besonders lange überlegt, welche Inhalte wir auf welche Weise sinnvoll vermitteln können. Weil wir am Feedback der Teilnehmer interessiert waren, habe ich einen Fragebogen entworfen, der an die Teilnehmer unseres Bereichs verteilt wurde und (neben den Angaben zu Geschlecht und besuchter Unterrichtseinheit) folgende Items umfasste:

  1. Es hat mir Spaß gemacht
  2. Ich hätte gerne mehr gemacht
  3. Es ging mir oft zu schnell
  4. Die gegebenen Hinweise konnte ich verstehen
  5. Ich glaube, dass ich etwas gelernt habe
  6. Ich habe Neues erfahren
  7. Mir ging es oft zu langsam
  8. Ich hätte gerne weniger gemacht
  9. Ich würde wieder einen Workshop bei diesem Trainerpaar machen

Man konnte für jedes Item auswählen, wie stark die Zustimmung ist (in vier Schritten von „Stimme gar nicht zu“ bis „Stimme voll zu“). Wir haben die Teilnehmer nach jeder Einheit gebeten, einen Fragebogen auszufüllen, sofern sie keine Folgeeinheiten bei uns besuchen würden.

Bei der Frage nach dem Spaß (Item 1) habe ich ein paar Ausreißer erwartet, jedoch mit überwiegend großer Zustimmung gerechnet. Ob die Teilnehmer gerne mehr gemacht hätten oder weniger (Item 2 und 8) konnte ich vorher nicht abschätzen und war daher gespannt. Ich habe damit gerechnet, dass im Antwortverhalten der Items 3.-7. ein kontroverses Bild entsteht. Der Workshop war für ein breites Publikum ausgelegt: Tänzer, die seit zwei Monaten tanzen zusammen mit solchen die seit über 20 Jahren tanzen. Das lässt sich schwer zusammenbringen. Dazu ein übervoller Saal. Da kann man es nicht allen recht machen und Einzelbetreuung fällt eher dürftig aus.

Frage 8 ist eine Kontrollfrage zu Frage 2 (wie Frage 7 und 3).

Frage 9 („Ich würde wieder einen Workshop bei diesem Trainerpaar machen“) ist die für mich spannendste. Da uns die meisten Teilnehmer kennen, ist jeder Wert unter vier schon sehr schlecht.

Das Ergebnis hat mich überrascht. Wir haben 65 Bögen zurückbekommen. Ca. 80 Personen haben den Workshop besucht, nicht alle haben unseren Bereich besucht. Bei der Auswertung ist zu beachten, dass der Wert „1“ bei den Items 3, 7 und 8 die beste Ausprägung ist, bei den übrigen die schlechteste. Daher habe ich zur besseren Übersicht die positiven Ergebnisse grün hervorgehoben, die schlechten rot.

Evaluationsergebnis

Glücklicherweise war meine größte Sorge unbegründet: alle bis auf zwei Befragte würden uneingeschränkt gerne wieder zu uns kommen. Und die beiden anderen immerhin noch „eingeschränkt gerne“.

Man kann also sagen, auch in Anbetracht der anderen Ergebnisse, das unser Workshop aus Teilnehmersicht anscheinend ein Erfolg war!

Die leicht kontroversen bzw. schlechteren Ergebnisse liegen bei wollte mehr/wollte weniger und zu langsam/zu schnell. Die sind leider antiproportional. Daher ergeben sich daraus m.E. eher Folgen für die Auswahl der Teilnehmer und weniger für mich, als derjenige, der die Divergenz der Gruppe hinnehmen muss. Natürlich ist die Befragung viel zu oberflächlich um hier fundierte Schlüsse zu ziehen (Gibt es z.B. einen Zusammenhang zur Tanzdauer?). Leider ist Item 2 („Ich hätte gerne mehr gemacht“) darüber hinaus schlecht formuliert. Es bleibt unklar, ob die Befragten damit beantwortet haben, sie hätten gerne innerhalb der gegeben Zeit mehr Inhalt gehabt, mehr Zeit zum Üben oder ob sie allgemein gerne mehr gelernt hätten. Das ist mir bei der Vorbereitung nicht aufgefallen.

Interessanterweise liegt der einzige nennenswerte Unterschied zwischen den Geschlechtern bei Item 2 und 8. Die Modalwerte sind zwar jeweils gleich, die Damen hatten im arithmetischen Mittel jedoch eine höhere Zustimmung zu Item 2 („Ich hätte gerne mehr gemacht“) (2,7 zu 1,9) und die Herrn bei Item 8 („Ich hätte gerne weniger gemacht“) (1,2 zu 1,5).

Ich wiederhole mich, wenn ich sage, dass ich mit einem solch guten Ergebnis nicht gerechnet hätte. Wir freuen uns, dass unser Trainingsangebot so wohlwollend aufgenommen wurde und dass uns so viele Teilnehmer einen Feedbackbogen ausgefüllt haben!

Logitech Kundenbefragung

Ich musste vor kurzem wegen zwei unterschiedlicher Dinge den Logitech-Kundendienst in Anspruch nehmen. Eine der beiden Angelegenheiten ist jetzt vollständig abgewickelt. Ich bin überaus zufrieden. Logitech hat mich gebeten an einer Kundenbefragung teilzunehmen. Der Bitte wollte ich folgen und habe den Fragebogen ausgefüllt. Es gab nur 8 Items. Bei 6 davon musste man eine Bewertung auf einer Skala abgeben. Ich konnte immer nur die Bestnote vergeben, weil wirklich alles perfekt gelaufen ist.

Eine Frage lautet:

Frage der Logitech Kundenbefragung
(klicken zum vergrößern)

Mein Produkt war defekt, ich habe nicht versucht, das Problem „auf eigene Faust“ zu lösen.

Eine weitere Frage lautet:

Frage der Logitech Kundenbefragung

Der Kundenservice war in meinem Fall schnell, unkompliziert und freundlich. Logitech kann mir in Zukunft nicht „besser“ helfen.

Beide Fragen ließ ich folgerichtig unbeantwortet.

Abschicken kann ich den Fragebogen nicht. Man muss bei jeder Fragen etwas angeben.

Wenn ernsthafte Meinungsforschung betrieben werden soll, sollte man vielleicht darüber nachdenken, Befragungen von Menschen entwerfen (und auswerten) zu lassen, die Ahnung davon haben… Das mal eben den Praktikanten machen zu lassen, wenn man sonst keine Aufgabe für den hat führt zu solchen dummen Fragebögen.

Geburtstag

Gester ist ganz unbemerkt ein Geburtstag vorbeigegangen, ohne besonders gefeiert oder beachtet geworden zu sein. Gestern vor einem Jahr gab es den ersten Beitrag in meinem Blog, damals noch bei Blogger.com.

Im letzten Jahr gab es manchen belanglosen Artikel, der eine Welle von Kommentaren nach sich zog und andere, die mir perönlich wichtig waren, blieben, gemessen an den Kommentaren, ohne Interesse. Manchmal lief alles rund und manchmal brauchte ein Artikel Tage lang um fertig zu werden ohne wirklich gut zu sein. Nicht selten gab es Artikel, mit denen ich einigen meiner Leser und manchmal auch einigen befreundeten Nicht-Lesern auf die Füße getreten bin.

Vielleicht ist das der richtige Zeitpunkt um zu fragen: soll es eigentlich weitergehen oder sollte ich mir vielleicht einen anderen Zeitvertreib zulegen? Ich würde die Frage gerne an meine Leser und auch an alle zufälligen Besucher weitergeben und alle bitten, diese bewusst sehr unverbindliche Frage zu beantworten:

Soll ich eigentlich noch weiter bloggen?

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Was waren noch mal „Drop Caps“?

Es ist schon ein bisschen Zeit vergangen, seit es hier die nicht ganz ernsthaft Abstimmung bezüglich der Drop Caps gab. „Drop Cap“, das ist der erste Buchstabe eines Beitrages der in zweifacher Zeilenhöhe und dementsprechend proportional auch in der Horizontalen gestreckt wird. Diese Layoutspielerei war eher aus Versehen als mit Absicht eine Zeit lang hier im Blog verwendet wurden. Weil ich nicht sicher war, hatte ich seinerzeit eine Umfrage gestartet. Zwischenzeitlich hatten die Geschwindigkeitsprobleme hier im Blog ein Ausmaß angenommen, dass so nicht mehr hinnehmbar war. Nach einigen Versuchen und mit der Hilfe von Gemini und Phil konnte das Design als Ursache für die Geschwindigkeitseinbußen ausgemacht werden. Es gab daraufhin eine kurzfristige Umstellung des Layouts auf ein Apple-Inspiriertes Design, das weniger Zuspruch fand, dafür aber deutlich schneller war.

Die Geschwindigkeitsprobleme mit dem aktuellen Layout habe ich jetzt einigermaßen in den Griff bekommen, so dass die Abstimmung von damals wieder aktuell ist. Deswegen hier das Ergebnis:

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Randnotiz: Warum hat eigentlich der Punkt die meisten Stimmen erhalten, bei dem man mir nebenbei noch einen reinwürgen kann 😕

Zusammengefasst gibt es also 6 Stimmen gegen Drop Caps und 7 dafür (ich selber habe mit abgestimmt). Der Aufmerksame Beobachter wird gemerkt haben, dass es trotz dieses knappen, aber dennoch eindeutigen Ergebnisses keine Drop Caps gibt und das wird sich auch auf absehbare Zeit nicht ändern. Layouttechnisch ist das benutzen von Drop Caps an einigen Stellen etwas problematisch, wenn bspw. ein Text anstelle eines Buchsstaben mit einem Satzzeichen beginnt, oder der erste Abschnitt nur eine Zeile hat. Daher widersetze ich mich hier mal der knappen Mehrheit und hoffe auf allseitiges Verständnis rechne mit allgemeiner Gleichgültigkeit.