Neujahresgruß

Ja, eigentlich ist es ja ein bisschen spät für Grüße dieser Art, aber ich habe noch gefühlt 20 Bilder, zu denen ich einen Blogeintrag machen wollte. Die arbeite ich mal so langsam ab. Und den Anfang machen soll dieser geschmackvolle Neujahresgruß:

Marzipanschwein mit Hut

Es handelt sich hier um ein kleines, knapp 10 Zentimeter hohes Schwein aus (billigem) Marzipan, das eine rote Fliege und einen roten Hut trägt. Schon auf diesem nicht ganz optimalen Foto dürfte unschwer zu erkennen sein, dass man zwar Schwein (mit Fliege) essen kann, der Hut aber aus Plastik ist und daher mindestens schwer verdaulich. Für alle diejenigen, die das aus welchen Gründen auch immer nicht erkennen können, gibt es zum Glück folgenden Hinweis auf der Verpackung:

Marzipanschwein mit Hut (Verpackung)Da steht u.a.:

Hut nicht essbar.

Ich frage mich, wer wohl nicht rechtzeitig bemerkt, dass der Hut nicht essbar ist, wohl aber dann den Hinweis auf der Verpackung entdeckt. Es gibt das ganze übrigens auch als Schornsteinfeger mit dem Hinweis

Leiter nicht essbar.

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esgehtunsallean.eu

Eine aufwendig gestaltete Seite, die zu besuchen es sich schon alleine wegen des tollen Filmclips lohnt. esgehtunsallean.eu. Es gibt dort auch ein paar Tipps, wie man selber zum Umweltschutz beitragen kann.

Seite der Europäischen Kommission für Umwelt zur Kampagne für biologische Vielfalt . Detailansicht

Gute Idee! Dann spare ich ja nicht nur das Geld für die Waschanlage, wäre ja auch egoistisch, sondern spare Trinkwasser und schone so die Umwelt!

Warum haben Waschanlagen und Waschplätze eigentlich Benzin- und Ölabscheider, Schlammabtrennung und Filteranlagen?

Internetrecherche

Zur Zeit arbeite ich an meiner Bachelorarbeit in der ich mich mit „Digital Natives“ auseinandersetze, also mit den Menschen, so die gängige, verkürzte Definiton, die seit 1980 ins Technikzeitalter hineingeboren sind. In der Arbeit komme ich nicht umhin, mich auch mit sozialen Netzwerken auseinanderzusetzen. In diesem Zusammenhang habe ich mir unter anderem ein Schülernetzwerk zeigen lassen. Eigentlich total unspektakulär, denn es unterscheidet sich augenscheinlich kaum von StudiVZ, Facebook & Co.

Nur die Zielgruppe unterscheidet sich: bei Schüler.cc werden ausschließlich Schüler, also Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene angesprochen. Und an die Eltern wendet sich das Unternehmen folgendermaßen:

Liebe Eltern, liebe Lehrer!
Das Schueler Community Center (kurz Schueler.CC) existiert seit Januar 2007. Es ist ein komplett kostenloses Angebot, welches als Social Network, also soziales Netzwerk, bezeichnet wird. […]

Unser wichtigstes Ziel ist es, dass sich Ihre Kinder und Schüler im Community Center wohl fühlen! Täglich fließen etliche Stunden Arbeit von einer Vielzahl an Mitarbeitern in das Community Center, um diesem Anspruch gerecht zu werden.

Wir freuen uns, dass Sie sich dafür interessieren, was sich hinter der Seite verbirgt, auf welcher Ihre Kinder und Schüler vermutlich einige Zeit verbringen. Das Netzwerk Schueler.CC ist jedoch, wie der Name erahnen lässt, ausschließlich für Schüler konzipiert. Wir bitten Sie, zu respektieren, dass wir einen Raum schaffen wollen, in dem die Kinder und Jugendlichen unter sich sein können.

Klingt sehr vertrauenserweckend! Den Eltern wird darüberhinaus eine Infobroschüre angeboten, in der man einen Überblick über die Funktionen und die Struktur von schueler.cc gewinnen kann soll.

Ein bisschen stutzig hat mich allerdings die Werbung gemacht, die schueler.cc im Portal schalten lässt:

Screenshot 1 Schueler.cc

Und beim Logout wirds noch besser:

Screenshot 2 Schueler.ccAlso zwei mal Partnervermittlung (mindestens eine mit Niveau 😉 ) und ein dubioses Gewinnspiel. Die Gewinnspielseite wird übrigens von der adRom Holding AG mit Sitz in Lichtenstein betrieben. Infos dazu u.a. hier oder hier.

Nun ja, an Werbung, die ein bisschen unpassend platziert ist hat man sich ja fast schon gewöhnt. In einer Community die ausdrücklich auch für Kinder geschaffen ist, sollte m.E. der Auswahl der Werbepartner aber deutlich mehr Sorgfalt gewidmet werden als in Angeboten, die sich an Erwachsene richten.

Aber auch davon abgesehen scheint schueler.cc das Vertrauen, dass es von den Eltern und Lehrern einfordert nicht zu verdienen. Noch weniger natürlich das der registrierten Nutzer, die entweder keinen Blick in die AGBs geworfen haben oder, schließlich sind es auch Kinder, deren Tragweite nicht verstehen. Denn schueler.cc schreibt da folgendes:

8. Der Einsteller überträgt Schueler.cc das Recht, die eingegangenen Fotos und Beiträge öffentlich zugänglich zu machen. Wenn Sie einen Inhalt (u.a. Fotos) zur Veröffentlichung auf Schueler.cc eingeben, gewähren Sie Schueler.cc damit das gebührenfreie, unbefristete, unwiderrufliche nicht ausschließliche Recht, einschließlich des Rechts zur Gewährung von Unterlizenzen, diese Inhalte (ganz oder teilweise) weltweit zu nutzen, zu vervielfältigen, zu modifizieren, zu speichern, anzupassen, zu veröffentlichen, darzustellen, zu verbreiten, zu fördern, zu übersetzen, zu bearbeiten, aufzuführen und/oder den betreffenden Inhalt während der gesamten Dauer der Rechte, die an dem Inhalt bestehen, in andere Werke, Medien (z.B. zu Werbezwecken) oder Technologien zu übernehmen.

Da dürfen sich die schueler.cc Mitglieder nicht wundern, wenn sie demnächst von den flirtcafe Anzeigen auf die Seitenbesucher lächeln.

Was soll dann eigentlich die Funktion, die Bilder/Videos nur für Freunde sichtbar macht? Vortäuschen von Selbstbestimmung!? schueler.cc darf schließlich TROTZ dieser Funktion „alles“ mit den Bildern/Videos (und sonstigen Inhalten) machen!?

Lächerlich: Immerhin:

Dieses Recht gilt nur so lange, wie Sie den Inhalt in dem betreffenden Dienst veröffentlichen wollen, und erlischt, sobald Sie den Inhalt aus dem Dienst entfernen.

DVD-Cover

Neulich war ich im Elektrofachmarkt meines Vertrauens um die Ecke und sah folgende DVD:

Zwei Filme mit Julian Moore im Paket für 9,99 €. Nicht unbedingt einen Blogeintrag wert. Auch der Aufkleber „Mit Wendecover ohne FSK“ ist mitlerweile wahrscheinlich den meisten schon mal begegnet. Bin mir zwar nicht sicher, ob es bei einem derart billig aufgemachten „collector’s pack“ Sinn macht, denn ein Kunstwerk ist das Cover auch ohne den FSK-Button nicht, aber jedes Feature will schließlich beworben werden. Und da die DVDs (laut Cover) außer den Filmen keine Extras bieten, ist das Wendecover tatsächlich das größte (weil einzige) Feature.

Aber einen Blogeintrag war mir dann die Rückseite der DVD wert. Scheinbar handelt es sich um ein „collector’s pack“ mit den beiden Filme „Die Vergessenen“ und „Das Gesicht der Wahrheit“, in denen jeweils Juliane Moore eine Hauptrolle spielt. Es gibt scheinbar auch ein „collector’s pack“ mit den Filmen „Sind wir schon da?“ und „Sind wir endlich fertig?“ mit Ice Cube in der Hauptrolle. Warum ich das erzähle? Keine Ahnung, aber scheint irgendwie wichtig für das vorliegende pack zu sein:

zum vergrößern klicken!

Oder könnt Ihr mir die Verbindung zwischen der Inhaltsbeschreibung und den Bildern sowie den DVDs in der Hülle erklären?

Danke für Ihr Verständnis!

Ich gebe zu, der Baustellenschild-Vergleich im letzten Beitrag war unglücklich gewählt. Aber es gibt zum Glück andere Beispiele, die zur Illustration dessen herhalten können, was ich im letzten Beitrag zum Ausdruck bringen wollte. Vor längerer Zeit war ich am Bahnhof und fand am Gepäcktransportband folgendes Hinweisschild:

Bahnhofsschild


Anstatt sich dafür zu entschuldigen, dass das Unternehmen nicht in der Lage ist die Transportbänder zur Verfügung zu stellen, erwartet man schlicht „Verständnis“. Der Mechanismus ist ähnlich wie bei Schildern der Sorte „Vielen Dank fürs Schuhe abtreten“ an einer Eingangstüre. Hier wird nicht der Dank ausgesprochen und auch keine Entschuldigung. Hier wird lediglich der Eindruck erzeugt, der Ausfall der Gepäckbänder liege nicht in der Verantwortung der DB. Und wenn keine Verantwortung trägt, kann braucht man sich auch nicht zu entschuldigen. Und dafür muss selbstverständlich Verständnis erbracht werden.

Es geht auch anders. Sogar bei der Bahn. Auf dem gleichen Schild findet sich nämlich folgende Übersetzung:

„Wir entschuldigen uns für die Unannehmlichkeiten.“ Klingt doch gleich viel freundlicher!

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Produktbeschreibungen

Wer kennt das nicht: in Katalogen, Prospekten, Werbespots wird einem selbst der letzte Ramsch als bahnbrechendes Produkt angepriesen. Genauso im Internet. Hier bieten manche Anbieter um die Transparenz zu steigern, die Möglichkeit, erworbene Produkte zu bewerten. Man kennt es z.B. von Amazon. Hier gibts neben den Produktbeschreibungen auch immer Nutzerbewertungen.

Vor kurzem ist mir dort auf der Suche nach einer CD allerdings eine kleine Kuriosität begegnet. Die CD „Apfelbäumchen“ von Reinhard Mey scheint bei den Bewertern sehr gut anzukommen, wie dieser Screenshot vom 1. Juni 2009 beweist:

Produktbewertung

Von 30 Bewerten gaben also ALLE die Bestwertung für dieses Album. Im interessanten Gegensatz dazu steht die Produktbeschreibung von Amazon (hier im zurechtgeschnittenen Screenshot vom 1. Juni 2009):

Produktbeschreibung

(Klicken zum vergrößern)

Glück & Pech

Oft liegen Glück und Pech so nah beieinander:

Glück: Da hat ein Freund von mir kürzlich eine Nachricht auf seiner Voicebox, er habe 10.000 € gewonnen.

Pech: Die Nachricht ist schon alt, weil er seine Box eigentlich nicht nutzt. Um den Gewinn zu sichern hätte er sofort anrufen sollen.

Glück: Aber eigentlich sagt die nette Stimme auf der Box gar nichts davon, dass der Gewinn verfallen könne…

Pech: Die anzurufende Nummer ist eine ziemlich teure. 09001 kostet maximal 3,- € pro Minute (oder 30,- € pro Einwahl 😉 )

(Der gesunde Menschenverstand hat den Anschlussinhaber spätestens an dieser Stelle kurz kopfschüttelnd schmuzeln lassen. Hat er in Summe also eher Pech oder eher Glück gehabt?)

Möglichkeit 1:

Pech: es handelte sich um einen echten Gewinnanruf. Dann hat der Anschlussinhaber eben einen Renault Twingo (oder eine hohe Geldsumme) verloren, denn er hat nicht zurückgerufen.

Möglichkeit 2:

Glück: er hat das Geld für den Rückruf, Zeit und Ärger gespart.

Sicher sein kann man nicht, aber für eventuelle Betrüger würde sich das ganze doppelt lohnen: erstens natürlich, weil der Rückruf bei der Hotline Geld einbringt und weil man die erfragten Daten dann weiter verwerten kann. Hier der Voice-Box Inhalt: Gewinnanruf

Der Text der Nachricht:

Renault Twingo im Wert von 10.000 Euro oder eines Geldpreises in bis zu gleicher Höhe! Ist das eine tolle Überraschung? Sie haben das absolut richtig verstanden. Ihre Telefonnummer wurde ausgewählt und für die Zustellung Ihres Gewinns benötigen wir jetzt lediglich noch einige Angaben. Sie erhalten deshalb gleich die Telefonnummer von unserem Callcenter. Dort wartet man bereits auf Ihren Rückruf. Haben Sie etwas zum schreiben? Also: jetzt erst einmal die Telefonnummer. Bitte notieren Sie: [0900…] Ich wiederhole [0900]. Wie gesagt: Ohne die fehlenden Angaben können wir Ihnen den Gewinn leider nicht zustellen. Und damit Ihr Anspruch nicht verfällt, rufen Sie bitte sofort in unserem Callcenter an. Dort können Sie dann alles weitere besprechen. So jetzt noch einmal zum Vergleich: [0900…]